Auf ins Neue Jahr

Die Konjunktur steigt
und die Arbeitslosenrate sinkt.
Trotzdem suchen Menschen
verzweifelt und erfolglos nach Erwerbsarbeit
und nicht alle können behaupten
es ginge ihnen gut.
Unsere Gesellschaft spaltet sich
zunehmend
und Armut wächst
auch in unserem Land.

„Solange
die Probleme der Armen
nicht von der Wurzel her
gelöst werden,
indem man
auf die absolute Autonomie der Märkte
und der Finanzspekulationen
verzichtet
und die strukturellen Ursachen
der Ungleichverteilung der Einkünfte
in Angriff nimmt,
werden sich die Probleme der Welt
nicht lösen.“
(Papst Franziskus in seinem Rundschreiben
Evangelii Gaudium)

Aber das wäre
christliche Politik!

Was tun?

Eines Tages
entstand Feuer im Wald.
Schnell breitete es sich aus.
Alle Tiere flohen,
außer dem Kolibri.
Er flog über dem Feuer,
blies und spukte
so gut er konnte.

He Kolibri,
sagten die anderen Tiere,
glaubst du denn wirklich,
du kannst da was ausrichten?
Ich weiß nicht,
antwortete der Kolibri,
aber ich tue
was ich kann!

Wer sonst?

Geboren in Österreich,
Gott sei Dank!

in die Geborgenheit einer Familie,
Gott sei Dank!
mit Chancen auf Ausbildung,
Gott sei Dank!
und Arbeit,
Gott sei Dank!
ohne Krieg,
Gott sei Dank!
umgeben von Freunden,
Gott sei Dank!
und Menschen, die Gutes wollen,
Gott sei Dank!
nicht allein.
Gott sei Dank!

Und alle anderen auf dieser Welt
ohne dieses Glück?
Oh Gott, komm zu Hilfe!
Durch mich … ?!
Durch dich … ?!
Durch uns …

schmutzig

Dieser Wahlkampf
war schmutzig,
sagen alle!
Gut,
dass er vorbei ist!

Ja,
er war schmutzig
und diskriminierend:
gegen
MigrantInnen,
die an allem Schuld sind;
gegen
MindestsicherungsbezieherInnen,
die den Sozialstaat missbrauchen;
gegen
Arbeitslose,
die nicht arbeiten wollen.

Ob es nun
vorbei ist?